Wie sehen für Händler erfolgreiche mobile Apps aus?

T. Husson von Forrester auf den M-Days (Photo: P. Metivier). Quelle: mobile-zeitgeist.com

T. Husson von Forrester auf den M-Days (Photo: P. Metivier). Quelle: mobile-zeitgeist.com

Auf den M-Days in Frankfurt sprach Thomas Husson von Forrester Research darüber, wir für Händler erfolgreiche mobile Apps der nächsten Generation aussehen könnten. Es geht um die Verbindung mehrerer Elemente, die erst durch die mobilen Technologien möglich werden.

Folgende Vorteile spielen beim Thema Mobile nach Thomas Husson zusammen, wodurch der Mehrwert von Mobile entsteht:

  • Intimicy: Das Mobiltelefon ist ein sehr persönliches Gerät, man teilt es nicht mit anderen.
  • Immediacy: Das Mobiltelefon ist ein ständiger Begleiter. So wie kleine Kinder ihr Schnuffeltuch. Das Smartphone ist immer dabei und es werden ständig die Neuigkeiten gechecked.
  • Context: GPS im Telefon ermöglicht die Standortbestimmung seines Nutzers.

Jedes dieser Elemente für sich allein bringt nicht den großen Mehrwert von Mobile sagt Husson. Die Kombination macht es interessant. Mobile Mehrwertservices ergeben sich aus dem physischen Standort und digitaler Intelligenz. Beispiel: Angebot einer auf Facebook gelikedten Marke, wenn ich mich in der Nähe des Geschäfts aufhalte.

Ferner sollen zur Vereinfachung des Alltags proaktive Vorschläge sorgen, wie bspw. die Erinnerung an einen Coupon im Supermarkt mit passender Indoor-Wegbeschreibung zum Regal.

Als persönlicher Assistent sollte das Telefon ferner die nächsten Aktivitäten voraussagen können, ohne dass der Nutzer selber in Menüs und Listen auf dem Smartphone danach suchen muss. Als Beispiel nannte Husson, wenn er eine Verabredung habe und eine Flasche Wein mitbringen möchte, könnte das Smartphone vorschlagen, wie und wo sich der Einkauf am einfachsten in den Tagesablauf integrieren lässt – ähnlich wie Google Now heute schon sagt, dass man am besten um 13.40 Uhr losfährt, wenn man mit der U-Bahn pünktlich zum nächsten Termin sein möchte.

Der Mehrwert und Bedarf ist klar – für eine Akzeptanz bei den Menschen für mobile Services muss es einen klaren Mehrwert geben und unkompliziert (möglichst ohne Lernaufwand) nutzbar sein.

Thomas Husson schloss seine Präsentation mit drei Empfehlungen:

  • Kunden befähigen, in ihrer jeweiligen Situation die nächste Aktion besser und schneller zu meistern.
  • Emotionale Verbindung mit den Kunden durch die stetige Kombination von Intimacy, Immediacy und Context.
  • Mobile sollte strategische Priorität haben – mit entsprechender sofortiger Integration in die IT-Infrastruktur.
Wie sehen für Händler erfolgreiche mobile Apps aus?
0 Stimmen, 0.00 durchschnittliche Bewertung (0% Ergebnis)

Über Hagen Fisbeck

Hagen Fisbeck ist Berater für digital gestützten Handel. Seit über 15 Jahren ist er im professionellen eCommerce und Multi-Channel-Handel tätig und war bei der Arcandor AG viele Jahre in leitenden eCommerce-Funktionen und als Intrapreneur tätig. Seit 2009 berät er größere und mittlere Handelsunternehmen im eCommerce und Multi-Channel-Handel und ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von DigitalRetail
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Apps, Theorie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.