Payback PAY – Unser Praxistest (updated)

Update:

Wir haben es geschafft! Der 4. Versuch, mit Payback PAY zu bezahlen, war erfolgreich. Das Problem war tatsächlich die Nicht-Information der Mitarbeiter. Lediglich der Filialleiter wusste Bescheid und erklärte der Kassiererin (und uns) auf Nachfrage, dass das Kassenpersonal – nach Scannen des QR-Codes am Payback-Scanner – die Zahlungsoption „weitere Zahlungsmittel“ in der Kasse auswählen muss. Danach kann „Payback PAY“ ausgewählt werden und die Zahlung erfolgt automatisch. Die Kasse spuckt den Beleg aus und in der App wird angezeigt, dass man bezahlt hat und wie viel. Direkt im Anschluss bekommt man eine Email von Payback mit allen Informationen zur Zahlung und der Info, wann der Betrag vom hinterlegten Bankkonto abgebucht wird. In der App kann man außerdem jederzeit eine Übersicht seiner Zahlungen abrufen. Alles in Allem ein sehr gutes System, welches sich unserer Meinung nach trotz vereinzelter Startschwierigkeiten sehr schnell am Markt etablieren könnte.

Payback PAY Bestätigung

Payback PAY Zahlungsübersicht

Ursprünglicher Post:

Anfang des Monats wurde bekannt, dass Payback-Kunden jetzt auch mit der Payback App bezahlen können. Nach erfolgreichem Download bzw. Update der App wollten wir das neue Feature natürlich sofort testen. Einer von uns als bestehender Kunde und fleißiger Punktesammler, der andere als Neukunde.

Auf den ersten Blick sieht die neue Payback-App sehr gut aus. Die bekannten Funktionen wie das Suchen und Aktivieren von eCoupons sowie die Anzeige des Punktestands sind vorhanden – und sogar optisch schöner gestaltet als bisher. Neu ist, dass am unteren Rand, in der Mitte des Bildschirms, ein blauer Button angezeigt wird, auf dem ein Karten- und ein Euro-Symbol sind. Tippt man ihn an, kann man auswählen ob man mit PAY bezahlen und Punkten will, oder ob man seine jetzt digital verfügbare Payback-Karte aufrufen möchte. Wählt man Letzteres, so werden ein Barcode und die eigene Payback-Kundennummer angezeigt. Den Code kann man dann an der Kasse scannen lassen, so wie bisher die Plastikkarte, um Punkte zu sammeln.

Nun zur PAY-Funktion. Als bestehender Kunde fügt man seine Kontodaten (IBAN und BIC) hinzu und verifiziert das Konto entweder durch die Eingabe der Online-Banking PIN oder durch eine 1-Cent Überweisung. Dann legt man eine eigene PIN fest oder wählt beim iPhone TouchID zum Aktivieren der Zahlung. Der Code wird auch ohne Internetverbindung generiert, also auch bei schlechter Netzabdeckung funktioniert die mobile Bezahlung. Der Prozess erinnert an Bluecode, die österreichische Mobile Payment Lösung, über die wir bereits berichtet haben. Laut Payback sind auch die für PAY generierten QR-Codes nur für kurze Zeit gültig und verfallen dann. Das Bezahlen soll dadurch sehr sicher sein.

So weit, so gut. Das Anmelden und Verifizieren klappte gut, und die App generiert nach Identifizierung mit PIN bzw. TouchID einen QR-Code, der dann an der Kasse gescannt werden soll. Laut Payback ist die Nutzung von PAY bisher nur bei dm möglich. Bald sollen auch Real und weitere Payback-Partner folgen. An der Kasse bei dm sorgte das Vorzeigen des generierten QR-Codes zunächst einmal für Verwirrung. Das Kassenpersonal wies auf den Payback-Kartenscanner hin, der dann zwar die Kundennummer und die Tatsache, dass PAY aktiviert ist, erkannte – aber keinen Zahlungsvorgang registrierte. Bei 3 Versuchen in unterschiedlichen dm-Märkten erlebten wir dies. Wir haben sowohl direkt bei Payback als auch bei dm angefragt. Die Antwort von Payback:

„Wir haben Ihr Anliegen geprüft und möchten Ihnen mitteilen, dass es zu Herausforderungen bei dem Scan des Codes über den Kassenscanner kommen kann. Bitten Sie bei Ihrem nächsten Einkauf die Mitarbeiter um den Handscanner, da der Code damit besser eingelesen werden kann.“

Also können die relativ neu installierten Payback-Scanner, mit denen man seit knapp einem Jahr seine Karte selbst scannen soll, die generierten QR-Codes von Payback nicht richtig scannen? Das ist eigentlich erstaunlich, dachte man doch schon bei der Installation der neuen Terminals an Mobile Payment. Warten wir mal die Antwort von dm ab.

Ein weiteres Manko, welches uns auffiel, ist dass Payback PAY Neukunden scheinbar nicht unbedingt zur Verfügung steht. Denn schon bei der Anmeldung tut sich die erste Hürde auf: Die Registrierung für Payback PAY funktioniert scheinbar nicht, wenn Payback noch keine Daten über dich sammeln konnte. Du kannst zwar sofort anfangen, Punkte zu sammeln, aber die Verknüpfung mit deinem Bankkonto basiert auf „Zitat Payback PAY AGB“. Also, ohne zu wissen, wo und was du gerne einkaufst, schein Payback das mobile Bezahlen nicht anbieten zu wollen. Schade eigentlich. Denn Mobile Payment anzubieten, wäre doch eine tolle Möglichkeit, neue Kunden zu gewinnen. Vor allem, da der Markt noch sehr neu ist und unserer Meinung nach Payback die Möglichkeit hat, sich als Erster im Bereich Mobile Payment zu etablieren.

Unser vorläufiges Fazit: Endlich gibt es Mobile Payment in Deutschland! Die neue Payback-App ist gut gemacht und der Anmeldeprozess für Bestandskunden einfach und unkompliziert. Bei Neukunden zeigen sich Schwierigkeiten.  Im Praxistest zeigt sich wieder einmal, dass Digitalisierungsmaßnahmen leicht daran scheitern können, dass die Mitarbeiter nicht informiert werden. Die Menschen, die die Neuerungen umsetzen und in ihrer täglichen Arbeit nutzen sollen, wissen oft gar nicht, wie.  Auch scheint laut eigener Aussage von Payback die Technologie noch nicht ganz mitzuspielen. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir unsere Tests nur in einzelnen dm-Filialen durchgeführt haben. Das Handelsblatt führte z.B. ebenfalls Tests durch, die letzten Endes erfolgreich waren. Payback PAY funktioniert also – nur nicht überall.

Gut, dass man sowieso immer irgendwas von dm braucht, so können wir weiter testen, bis es irgendwann funktioniert. Fortsetzung folgt!

 

Payback PAY – Unser Praxistest (updated)
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3 Antworten auf Payback PAY – Unser Praxistest (updated)

  1. Reiner Reisenauer sagt:

    Ich habe gerade folgende Erfahrung gemacht: Ein Einkauf bei DM wurde doppelt abgebucht. Ein Anruf bei Payback ergab, daß ich mich direkt mit dem Abrechnungspartner Paymorrow in Verbindung setzen muß. Das geht aber nicht per mail ode Telefon, sondern nur per Brief. Mein Geld ist doppelt abgebucht und ich nun den Ärger.. Vorerst lasse ich die Finger wieder davon.

  2. Hanna Waller sagt:

    Bin nicht der super Digitalie aber muss sagen, bin zufrieden. Klappt schneller als Girokarte!

  3. Markus Beinlich sagt:

    Ich habe bei Real mit Payback Pay bezahlt, aber überhaupt keine Punkte für den Einkauf bekommen. In der Werbung heißt es doch, dass man mit einem Code bezahlen und punkten kann. Meine Erfahrung zeiegt jedoch, dass man nur bezahlen und eben nicht punkten kann. Ich frage mich, was das ganze dann noch soll.

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