Mikroproduzenten im Internet: „Marke Eigenbau“

Die stark steigende Zahl an Internet-Seiten u.a. mit Ratgebern, die Menschen dazu ermutigen, sich als Mikroproduzenten selbständig zu machen und nützliche Tipps und Hinweise geben, tragen dem mittlerweile auch in  Deutschland immer stärker werdenden DIY-Trend Rechnung.
Community-Websites mit Shop, wie bspw. das sehr spannende StartUp kollabora.com von Nora Abousteit, die Vorstufe von etsy & Co. mit Anleitungen, Austausch und Kauf von „Rohstoffen“ zum Selbermachen haben einen stark wachsenden Zuspruch.
Die Online Verkaufsplattformen für Mikroproduzenten ermöglicht es dann den Mikroproduzenten dann ihre Waren im Netz zu verkaufen. Hier reden wir mittlerweile nicht mehr von einer kleinen Nische, sondern alleine mit etsy ist mit über 850 Millionen Dollar Handelsvolumen (und wächst und wächst und wächst)  mit Wachstumsraten von 75 Prozent mittlerweile nicht nur ein ziemliches Schwergewicht entstanden, sondern auch ein Wettbewerb zu klassischen Händlern und Industrien, denn die 850 Mio. Dollar alleine bei etsy sind ja der klassischen Massenproduktion und dem Handel quasi weggenommen worden.
Etsy ist mittlerweile auch in Deutschland angekommen und  in den Wettbewerb zu der deutschen Vorzeigeplattform DaWanda, welches 2006 von Claudia Helmig gegründet wurde, getreten. DaWanda ist Marktführer in Deutschland und Europa. Der voraussichtliche Umsatz bei DaWanda für 2012 liegt bei rund 9Mio. Euro, was bei 5% Provision einem Handelsvolumen von gut 180 Mio. Euro entspricht (offizielle Zahlen liegen mir leider nicht vor) – bei einem Wachstum in den letzten beiden Jahren von jeweils fast 100%.
Die Mikroproduzenten – meist Selbständige – können nach ursprünglicher Herstellung für den Eigenbedarf auf diesen Plattformen ihre Käufer finden. Alleine bei DaWanda kommen täglich über 7000 Produkte neu hinzu. Die Abwicklung des Verkaufs übernimmt dann die Plattform.
Neben des neu eingeführten Print-Magazins LoveMag hat DaWanda in Berlin auch den DaWanda Snuggery-Laden eröffnet und folgt damit auch dem Trend, dass ursprünglich nur online tätige Plattformen eine stationäre Verlängerung mit einem speziellen Konzept in der „realen Welt“ suchen. In der DaWanda Snuggery können 500 handgemachte Produkte aus dem großen DaWanda-Sortiment angesehen, angefasst und anprobiert werden. Die Snuggery ist dabei mehr als nur ein Showroom, denn einen QR-Code können alle Produkte mit dem Smartphone online direkt gekauft werden. Eine Auswahl an Produkten kann sogar sofort im Laden erworben werden.
Darüber hinaus finden regelmäßig kostenlose Do it yourself-Workshops statt bei denen man der eigenen Kreativität freien Lauf lassen und immer neue Materialien und Techniken ausprobieren kann.

Buchtipp:

Mikroproduzenten im Internet: „Marke Eigenbau“
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Über Hagen Fisbeck

Hagen Fisbeck ist Berater für digital gestützten Handel. Seit über 15 Jahren ist er im professionellen eCommerce und Multi-Channel-Handel tätig und war bei der Arcandor AG viele Jahre in leitenden eCommerce-Funktionen und als Intrapreneur tätig. Seit 2009 berät er größere und mittlere Handelsunternehmen im eCommerce und Multi-Channel-Handel und ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von DigitalRetail
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