Facebook hilft dabei, den ROPO-Effekt zu messen

Den ROPO-Effekt haben wir schon öfter erwähnt. Er ist ein wichtiger Faktor, der beschreibt, dass Kunden häufig online recherchieren und dann offline einkaufen. Also auf Englisch „Research Online, Purchase Offline“. Dafür steht ROPO.

Vielleicht glaubt noch nicht jeder daran, dass es ihn gibt, doch Studien haben ihn bereits mehrfach nachgewiesen – für die verschiedensten Produktbereiche.

© GfKMedia Effieciency Panel

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Wir sehen diesen Effekt als wichtiges Gegenargument zur Aussage, der Online-Handel zerstöre den stationären Handel. Wird der ROPO-Effekt intelligent genutzt, kann man Online und Offline verbinden und voneinander profitieren lassen. Mehr dazu in unserem kostenlosen Leitfaden.

Doch Zweifler gibt es immer und glücklicherweise machen sich immer mehr Händler genau diesen Effekt zunutze. Die Bewerbung des Geschäfts oder von Produkten führt oft zu mehr Kunden im Laden. Neben Click & Reserve und Click & Collect sind auch einfachere Methoden wie z.B. ein Online-Schaufenster gute Optionen.

Facebook Ads und der ROPO-Effekt

Online Werbung, vor allem in sozialen Netzwerken, ist ebenfalls ein nützliches Tool. Da – wie wir zuletzt berichteten – immer mehr Menschen über bzw. mit ihrem Smartphone shoppen, sind auch Mobile Ads ein wichtiges Tool. Facebook blendet in seiner App gerne auf den Nutzer passende Anzeigen in dessen Newsfeed ein. Nicht selten sind es genau diese Ads, die den Nutzer dazu bringen, in den bspw. nahe gelegenen Laden zu gehen und sich sein Sonderangebot abzuholen. Doch wie misst man, wie viele Kunden genau diesen Prozess durchlaufen?

Um dieses Problem zu lösen, veröffentlichte Facebook vor Kurzem ein neues Werbeformat. Die sogenannten „Local Awareness Ads“ zeigen Nutzern Geschäfte in der Nähe an, basierend auf den aktuellen Standortdaten des Nutzers. Dabei werden laut Facebook nur anonymisierte Daten gesammelt. Händler mit mehreren Filialen können auch einen Filialfinder integrieren, der intuitiv bedienbar ist und den Nutzer in die ihm nächstgelegene Filiale leitet. Innerhalb der Werbeanzeige werden dem Kunden außerdem zusätzliche Informationen wie Adresse und Öffnungszeiten angezeigt und er kann sich die beste Route zur Wunschfiliale anzeigen lassen.

Gemessen wird der Erfolg dieser Anzeigen dann mit Hilfe von Facebooks „Offline Conversion“-API und eines Datenabgleichs von Online- und Offline-Daten. Aktuell testet Facebook das neue Werbeformat mit einigen Händlern, verspricht sich aber große Erfolge. An der Kennzahl „Besuche im Geschäft“ können Händler dann ablesen, wie viele Kunden, denen die geschalteten Anzeigen angezeigt wurden, tatsächlich auch in ihr Geschäft gekommen sind. Voraussetzung ist natürlich, dass Kunden die Standortübermittlung an ihrem Smartphone aktiviert haben – aber das ist spätestens seit „Pokemon GO“ wahrscheinlich eh bei den meisten der Fall.

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