Bikini aus dem 3D-Drucker

Der nächste Schritt in Richtung optimal passende Kleidungsstücke ist getan.
Maßanfertigung hatte in der Vergangenheit den Nachteil, dass es keine Kosteneinspareffekten wie bei der Massenproduktion gab. Die Kombination von Massenproduktion und Customization (Mass-Customization) hatte den Nachteil, dass das Produkt am Ende doch keine wirkliche Einzelanfertigung war, sondern i.d.R. aus einem Set bestehender Module individuell zusammengestellt wurde. Bei Textilien war man zumindest schon so weit, dass aufgrund des digitalen Schnitts von Textilien schon recht passgenau und  kostengünstig produziert werden konnte.

Eine sehr interessante Entwicklung steht jedoch jetzt mittels 3D-Druck ins Haus. Gab es bislang schon 3D-gedruckte Schuhe, so hat jetzt Shapeways und Continuum Fashion einen Bikini entwickelt, der komplett 3D-gedruckt wurde:

Der Bikini wurde aus hunderten kleinen Plastikscheiben mit unterschiedlichem Durchmesser gedruckt, die mit dünnen Nylonfäden miteinander verbunden sind. So soll sich der Bikini besonders gut den Körperkonturen anpassen.

Künftig könnten also Boutiquen nicht alle Artikel in allen Größen und in genügender Stückzahl vorrätig halten, Kunden ggf. lange auf die nächste Lieferung warten (sofern nicht schon ausverkauft), sondern ihre Kleidung direkt vor Ort ausgedruckt bekommen – wenn gewünscht sogar ganz individuell angepasst.

Bikini aus dem 3D-Drucker
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Über Hagen Fisbeck

Hagen Fisbeck ist Berater für digital gestützten Handel. Seit über 15 Jahren ist er im professionellen eCommerce und Multi-Channel-Handel tätig und war bei der Arcandor AG viele Jahre in leitenden eCommerce-Funktionen und als Intrapreneur tätig. Seit 2009 berät er größere und mittlere Handelsunternehmen im eCommerce und Multi-Channel-Handel und ist Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter von DigitalRetail
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2 Antworten auf Bikini aus dem 3D-Drucker

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